Das Aggua-Bad unbedingt erhalten

offen

Sport

gesamte Stadt
kostenneutral

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Das Aggua-Bad soll unbedingt erhalten bleiben. Als Gegenfinanzierung wären eine Erhöhung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer möglich und angemessen.

Hinweise der Verwaltung: 

Das AGGUA-Bad wird derzeit von der AGGUA Troisdorf, Gesellschaft für den Betrieb von Sport und Freizeiteinrichtungen mbH betrieben. Wie in der Branche „Bäderbetriebe“ häufig anzutreffen, verursacht das AGGUA jährliche Verluste.

Ergebnis gewöhnliche
Geschäftstätigkeit
IST 2010 IST 2011 IST 2012 IST 2013 IST 2014 IST 2015
- 2.218.755 € - 2.193.931 € - 2.222.403 € - 2.058.635 € - 2.558.277 € - 3.033.439 €

Zwischen der AGGUA Troisdorf GmbH und der TroiKomm, kommunale Verwaltungsgesellschaft mbH ist ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden, so dass die Verluste durch den Konzern TroiKomm aufgefangen werden. Konzerngewinne, die für den Ausgleich von Verlusten innerhalb des Konzerns verwendet werden, stehen nicht zur Ausschüttung an den Haushalt der Stadt Troisdorf zur Verfügung. Innerhalb des Konzerns ist zu gewährleisten, dass die Refinanzierung von Anlagevermögen des Konzerns neben dem Verlustausgleich des AGGUA möglich ist.

Die AGGUA GmbH führt zusammen mit der Verlust tragenden Gesellschaft TroiKomm folgendes aus:

In Abstimmung mit der TroiKomm-Geschäftsführung wird mitgeteilt, dass der Erhalt des Freizeitbades AGGUA TROISDORF oberstes Ziel von TroiKomm und AGGUA TROISDORF GmbH ist.

Das Schulverwaltungs- und Sportamt gibt zum Sachverhalt folgende Stellungnahme ab:

Aus dem Blickwinkel des Schulverwaltungs- und Sportamtes wird der dauerhafte Erhalt des AGGUA-Bades von schulischer Seite wie auch aus Sicht des Vereinssports für sehr notwendig gehalten. Gerade für die Grundschulen und besonders für die Förderschule ist das Erlernen des Schwimmens wie auch der Ausbau der Schwimmkenntnisse von großer Wichtigkeit. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre ist zu beobachten, dass die Troisdorfer Schwimmvereine enormen Zulauf haben und bei weitem nicht alle Kinder und Jugendliche aufnehmen können. Es gibt demnach einen großen Bedarf zur Nutzung des Bades.

Die Gesamtbesucherzahlen zeigen ein konstantes Besucherverhalten auf, dass auf eine Attraktivität des Bades schließen lässt. Im Vereinssport ist in den Jahren 2014 und 2015 ein Anstieg der Besucherzahlen festzustellen. Schwankungen in den Besucherzahlen des Freibades sind auf witterungsbedingte Einflüsse zurückzuführen.

Die Besucherzahlen, die den Jahresabschlüssen und dem Zwischenbericht 2016 der AGGUA GmbH entnommen wurden, stellen sich seit 2010 wie folgt dar:

 

Besucher IST 2010 IST 2011 IST 2012 IST 2013 IST 2014 IST 2015 Plan 2016
Hallenbad ohne Vereine/Schule 304.075 321.707 322.866 312.719 321.555 317.859 321.000
Schulen 34.948 30.112 32.296 37.984 35.044 34.759 33.000
Vereine 47.788 48.394 47.323 46.685 54.356 55.077 50.000
Sauna 36.820 37.255 44.828 44.586 44.475 41.013 44.000
Freibad 44.931 20.208 34.928 45.954 24.260 41.509 28.000
gesamt 468.562 457.676 483.241 487.928 479.690 490.217 476.000

Im Hinblick auf die angespannte Haushaltssituation der Stadt ist von den städtischen Gesellschaften im Einklang mit entsprechenden Forderungen der Gemeindeprüfungsanstalt ein Beitrag zur Sanierung zu fordern. In diesem Kontext erwartet die Stadt von den Gesellschaften Effizienzsteigerungen, die beispielsweise durch Absenkung der Verluste im Betrieb des AGGUA-Bades angestrebt werden könnten. Geeignete Maßnahmen dazu könnten Steigerung der Benutzerzahlen, Entgelterhöhungen, Kostensenkungen und sorgsam durchdachte Sanierungen und Investitionen sein. Dem Anstieg der Verluste in den Jahren 2014 und 2015 sollte mit dem Ziel entgegengewirkt werden, weiterhin ein attraktives AGGUA-Bad zu erhalten.

Kommentare

Wer will denn bitteschön das Aggua-Bad abreißen?! Ich habe Kollegen aus Sankt Augustin, die dort auch regelmäßig schwimmen gehen, das Bad ist doch erfolgreich und hat einen guten Ruf!